Ortskundlicher Arbeitskreis
Am 30. Juni 2015 machen die vierten Klassen
der Lessingschule eine Wanderung:

"Rund um Erzhausen"

Am 30. Juni 2015 machten alle Klassen der Lessingschule eine Wanderung rund um Erzhausen. Jede Klasse wurde von ihrer KlassenlehrerIn und einem MitarbeiterIn des Ortskundlichen Arbeitskreises geführt. Die Wanderung sollte dazu dienen, den Kindern ihr Heimatdorf näher zu bringen, ihnen Vergangenes und Heutiges in der Umgebung zu zeigen. Für jede Klassen war jeweils eine eigene Route vorgesehen:

Die einzelnen Wanderpläne hatte Hans Schmidt in eine Karte eingezeichnet. Hier kann man auch gut erkennen, dass für die Jüngeren jeweils kürzere Routen festgelegt wurden, die vierten Klassen hatten die längsten Strecken zu bewältigen:

Zur weiteren Information dazu hatte Hans Schmidt vom Ortskundlichen Arbeitskreis
eine kleine Broschüre vorbereitet, die hier im Folgenden abgedruckt ist:
Erzhausen zum Kennen lernen
Geschichte und Geschichten über die Gemarkung zusammengestellt von Hans Schmidt
01 Der Weihergraben und der Dorfweiher
In Erzhausen gibt es die Weiherstraße, den inzwischen trocken gefallenen Weihergraben und in der Erinnerung Älterer liegen die Häuser am Weihergraben dort auch „an der Weiherbrück“. Es gibt also Hinweise auf einen alten Dorfweiher. Alte Urkunden bestätigen dies. So wird 1704 „ein Weyher mit seinem Zubehör“ erwähnt, 1820 eine Wiese „neben dem weyher im haag…aufm Brühl…hinterm Dorf…“ Der Brühl, ein altes Flurstück, zog sich entlang des Grabens von der heutigen Wolfsgartenallee bis zur Rheinstraße.
Der Weihergraben war die älteste Frischwasserversorgung des Dorfes und ist eine Ableitung des Heegbachs im Bereich des Faulbruch. Er führte vor 50 Jahren noch regelmäßig Wasser und sorgte gelegentlich auch für Hochwasser in den angrenzenden Hausgärten. Er konnte mithin einen Weiher füllen. Im letzten Krieg versorgte er ein größeres Feuerlöschbecken am Brühl. Die Frage nach der Lage des alten Dorfweihers konnte auch Dr. Wilhelm Jost in seiner Dissertation 1940 über die Flurnamen Erzhausens nicht beantworten. Mündliche Erinnerungen gab es damals auch keine mehr.
2005 entdeckte ich zufällig bei Studien zur Ortskunde in einer alten Ausgabe der Langener Zeitung von 1888 unter „Vermischtes“ einen Hinweis, der mich elektrisierte –es war der konkrete Hinweis auf die Lage des alten Dorfweihers.
Erbaut wurde nämlich 1888 die heute noch bestehende Hofreite Weiherstraße 7 auf dem bis dahin unbebauten Gelände des alten Dorfweihers. Auf einem alten Ortsplan von 1865 sind alle Grundstücke in der Weiherstraße um den ehemaligen Dorfweiher bebaut, so dass mit ziemlicher Sicherheit angenommen werden kann, dass dieser nordöstlich der alten Weiherbrücke lag.

02 „Am Hinkelstein“
Mit Obelix, dem wohlbeleibten Freund des Galliers Asterix, wurde Hinkelsteinen ein literarisches Denkmal gesetzt. Mühelos konnte der Held die tonnenschweren Steinblöcke schultern. „Am Hinkelstein“ heißt aber auch eine Flur am Ortsausgang der Brühlstraße, etwa dort, wo rechts ein großer alter Betzelbirnbaum steht. Hinkelsteine sind steinzeitliche, etwa vor 4000 Jahren errichtete Kultdenkmale aus zumeist lokal verfügbarem Stein. Sie sind oft tonnenschwer und mehrere Meter hoch. Ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt in der Bretagne aber auch in Südhessen (Alsbach und Roßdorf) gibt es Exemplare. Darüber hinaus kommt Hinkelstein mehrfach in Flurnamen vor.
Man müsste in Erzhausen schon einige hundert Meter tief graben, um auf festes Gestein der Talsohle des Rheintalgrabens zu treffen. Dass die Erzhäuser Altvorderen Hinkelsteine aus dem Odenwald hierher transportierten ist eher unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher wären Langener raue Sandsteine gewesen, wie er an der Schillerschule verbaut ist. Ein echter Hinkelstein ist jedenfalls nicht nachgewiesen. Bereits 1651 taucht aber der Flurname auf. Ganz profan könnte man spekulieren, dass von der ehemaligen Friedhofmauer um die nahe gelegene evangelische Kirche oder von anderen Bauwerken ein großer Stein in die Flur gelangt sein könnte, für den man irgendwann keine andere Verwendung mehr hatte, als ihn vollends zu vergraben. So geschehen mit einem wieder aufgefundenen fast 3 Meter großen Exemplar bei Alsbach. Vielleicht werden am 1. April Obelixfans am Hinkelstein bei der Suche nach einem Hinkelstein fündig.
Der Name lässt sich möglicherweise auf das altfränkische Hüne zurückführen. Hünen bezeichnen vorzeitliche Riesen, denen man obelixsche Kräfte zuschrieb.
Hünengräber gibt es heute noch erkennbar in den Wäldern um Erzhausen. So entstand Hünenstein und da Hühner im Fränkischen und in Erzhausen bis heute auch Hinkel heißen, wären wir bei einer Deutung der Umformung und Herkunft des Namens.

03 Der Lutherpfad
Wäre Luther auf dem Weg zum Reichstag in Worms tatsächlich durch Erzhausen gekommen, dann wäre dem historisch völlig unbedeutende Ort zumindest eine Fußnote der Geschichtsschreibung sicher. Mit Wahrscheinlichkeit hat der Reformator damals jedoch die Straße von Frankfurt über Groß Gerau und Gernsheim nach Worms genommen. Der Erzhäuser Lutherpfad wird erstmals um 1800 als Wormser Fußpfad und um 1820 als Wormser Lutherpfad in alten Urkunden erwähnt. Ortskundler vermuten, dass der Name in der damaligen Zeit als Erinnerung an die 300 jährige Wiederkehr des Reichstags zu Worms aufgetaucht sein könnte. Der alte Lutherpfad, früher im Dorfmund auch Judenpfad genannt, war bis zur Flurbereinigung ein schmaler Fußpfad quer durch die Flur von der Hauptstrasse zum Mörfelder Weg dann zum Ende der Egelsbacher Straße und weiter zu einem kleinen Heegbachsteg. Über den heutigen Flugplatz und weiter über Egelsbach ging der Weg bis nach Langen. Für viele Hausierer und Händler (sog. Handelsjuden) war es der kürzeste Weg durch die Dörfer von Gräfenhausen nach Langen und weiter in beiden Richtungen. Von dem alten Pfad ist nur noch das kleine Teilstück von der Hauptstraße bis zum Mörfelder Weg erhalten. An die Flurhistorie erinnert der gleichnamige Straßenname "Am Lutherpfad“ nördlich der Hauptstraße.

04 Heegbach oder Hegbach?
Über die richtige Rechtschreibung dieses Gewässers gibt es oft heftige Diskussionen. Manche Autoren schreiben das Wort mit einem e, andere mit zweien. Zunächst zur Topografie: der Bach entspringt in einer Feuchtwiese zwischen Messel und Urberach und fließt nur durch Wald- und Feldfluren bis zur Einmündung in den künstlichen Hegbachsee bei Nauheim. Über eine lange Strecke fließt er parallel zum Heegberg (darüber später mehr). Nun zur Namensdeutung: eine Hege ist ein umzäunter Bereich wie etwa ein Jungpflanzenareal im Forst. Hegen waren im Spätmittelalter aber auch Grenzsicherungen und Territorialabgrenzungen, die in unserer Gegend aus einem Graben und einem mit Hecken bewachsenen Erdwall bestanden. Eine solche Hege zog sich im Spätmittelalter auch entlang des Hegbachs von Messel bis nach Mörfelden. Der Bach war damals Territorialgrenze zwischen der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt im Süden und dem Territorium der Fürsten von Isenburg im Norden, zu dem auch Egelsbach und die Dreieich gehörten. Hege lässt sich vermutlich von Hecke ableiten, was mundartlich wie „Hegg“ klingt. Das würde die Kurzversion des Namens bestätigen.

Auf einer alten Karte aus dem 17. Jahrhundert. ist tatsächlich eine „hege“ eingetragen. Man spricht heute bei der Aufzucht von Pflanzen und Tieren auch von hegen und von umhegen, womit umsorgen gemeint ist. Auf älteren topografischen Karten wird der Bach mit zwei und auf neuesten nur mit einem e geschrieben. Mundartlich wird aber das e zumeist gedehnt, das g verschluckt und das Gewässer zudem einer sprachlichen Geschlechtsumwandlung unterzogen, womit es denn lokal korrekt aber etymologisch und orthografisch falsch „die Heebach“ oder „die Heegbach“ heißt.
 

05 Der Heegberg
Der Name leitet sich von Heege, einen umzäunten Bereich in der Gemarkung ab. Trotz gleicher Schreibweise hat der Name des Heegbergs einen ganz anderen Ursprung als der des Heegbachs. Der Heegberg ist geologisch eine sich von Erzhausen bis weit über Mörfelden hinaus erstreckende eiszeitliche Wanderdüne. Sie erhebt sich etwa 10 Meter aus der Landschaft heraus. Der Heegberg ist, obwohl zur Mörfelder Gemarkung gehörend, der Hausberg der Erzhäuser. Was hat es mit dem Namen auf sich?
1627 wird ein Schultheiß erwähnt, der den Forstdienst im „höheberg“ versah.1571 liest man von einem Feld hinter dem „hohenbergk“. Das Feld gibt es noch, es sind die Äcker beiderseits des Verbindungswegs zum Egelsbacher Flugplatz vor der Bachbrücke. In einer weiteren Urkunde werden 1576 die „högberge“ erwähnt. Daraus kann nun geschlossen werden, dass sich der Name Heegberg auf einen hohen Berg zurückführen lässt – eine Erhebung, die er in der ansonsten topfebenen Gemarkung aus der Froschperspektive ja zweifellos auch war. Die höchste Erhebung in der Erzhäuser Gemarkung ist übrigens die im Wald versteckte ehemalige Mülldeponie am Mörfelder Weg.

06 Wintersport am Heegberg und anderswo
Wer sich als Fremder mit den Flurnamen von Erzhausen befasst, könnte annehmen, dass hier ideale Voraussetzungen für Wintersport gegeben sein müssten. Da gibt es etliche Berge wie den Ohlenberg, den Schellenberg, den Galgenberg und auch den Heegberg. Kohlensee, Benzensee und Heppensee könnten schlittschuhfähige Gewässer sein. Weit gefehlt. Außer dem gerade mal 10 Meter hohen Heegberg sind die übrigen „Berge“ nicht mehr als kaum noch wahrnehmbare Erhebungen. Die vielen Seen waren einstmals lediglich feuchte und inzwischen kultivierte Stellen in der Landschaft.
Nichtsdestoweniger wurde besonders in der Nachkriegszeit alles, was irgendwie abschüssig war, zum Rodeln benutzt. So ergaben die etwa anderthalb Meter hohen Rübenmieten in der Gemarkung den Schub für einige Meter ab- und fortwärts. Ähnlich war es mit den Flanken der Erdbunker aus dem letzten Weltkrieg. Das Rodelparadies schlechthin war der bewaldete Heegberg, der zwar als Hausberg der Erzhäuser gilt, aber auf Mörfelder Gemarkung liegt. Besonders Wagemutige machten sich auf die Todesbahn, auf der man sich an den Bäumen kräftige Schrammen oder gar Knochenbrüche holen konnte und an deren Ende man gar im Heegbach landete. Da gab es auch noch die Holperbahn, wegen vieler Unebenheiten so genannt. Oder die geruhsame unter der Hochspannungsleitung durch Ginsterbüsche führende Bahn. Fünfzig Meter und mit Schub etwas länger waren die Rodelbahnen.
Wegen des hohen Grundwasserstandes war es für die Dorfjugend leicht, vor Frosteintritt einige Dorfgräben zur Überflutung von Wiesen zu stauen. So entstanden Natureisflächen wie etwa auf der Hochzeitswiese am Dorfausgang zur Autobahn hin. Die Tagwiese etwas weiter weg und die Höllwiese am Gräfenhäuser Wald ergaben ebenfalls größere Eisflächen. Ganz in Dorfnähe lag das Wieschen auf dem Gelände der heutigen Gärtnerei Geiger.
Bis in die Nachkriegsjahre gab es noch breite gepflasterte Floßrinnen in den Straßen. Darauf konnte man zwar nicht Schlittschuh laufen, aber wundervoll entlang schlittern oder „schleifen“, wie es im Dorfmund heute noch heißt.
 
07 Vom Muntermann unter der alten Schlagbrücke
Die Wolfsgartenallee zum Flugplatz Egelsbach führt über die neue Schlagbrücke. Dort war einstmals ein Durchlass durch eine undurchdringliche Hecke, welche die Territorien der Landgrafen von Hessen und der Fürsten von Isenburg trennte.
Etwa einhundert Meter davor fällt ein von Bäumen und Büschen bewachsener Geländesprung auf. Er zieht von Osten kommend zum Waldrand am Heegberg. Es ist der Prallhang eines alten Heegbachlaufes. Das Trockenbett des Bachs wurde bis um 1960 von der alten Schlagbrücke aus Langener Sandstein überwölbt.
Mündlichen Überlieferungen zufolge soll unter dem Brückenbogen vor dem Ersten Weltkrieg zeitweise der Waldmensch Peter Muntermann (1843-1920) mit seiner Lebensgefährtin Käthchen Ohlenschläger kampiert haben. Dieses Original, Hausierer, Lumpensammler und Schirmflicker lebte mit großherzoglicher Billigung jahrzehntelang in den Wäldern um Darmstadt von dem was, der Wald hergab und was ihm die Bevölkerung schenkte. Muntermann erfreute sich, weil er ein durchaus ehrlicher und harmloser Mensch war, großer Volkstümlichkeit. Schließlich fiel er allein schon durch sein verwildertes Aussehen aus dem Rahmen bürgerlicher Ordnung.
Von ihm und dem „Munterkätchen“ stammten, so die Überlieferung, auch die Rußspuren an der Decke des Brückengewölbes. Auch von seitlich herabhängenden alten Säcken wusste man zu berichten, die den Aufenthaltsort wohnlich gemacht hätten.

08 Weinbau in Erzhausen
Im Neubaugebiet östlich des Bürgerhauses gibt es die Straßennahmen „In den Weingärten“ und „Wingertstraße“. Beide weisen auf Weinbau hin. Auch die ältesten Ortsbürger können sich nicht an mündliche Überlieferungen ihrer Vorfahren erinnern. Anzunehmen ist, dass der Weinbau wohl in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges aufgegeben wurde. Im Jahr 1557 werden in einer Urkunde drei fürstliche „Wingärten“ erwähnt. Außerdem wurden etwa im Bereich der heutigen Wolfsgartenallee damals offenbar Weinreben angebaut. Die fürstlichen Weinreben waren allerdings nicht vor Dieben sicher. So heißt es in einem im Staatsarchiv Darmstadt aufbewahrten Gerichtsprotokoll aus Erzhausen: „Sollen die Zehntt Herrn oder Zehnterr die heimlichen träubenfresser oder abtrager bey nacht oder bey tag höchstlich straffen, nach yeder gelegenheit und anderer nechtlicher Verbrechung und raübs“.
Sonderlich gut dürfte der Wein aus den Trauben, die auf den ebenen und keineswegs sonnenverwöhnten Böden wuchsen, nicht gewesen sein. Aber es war wohl eine schmackhaftere Alternative zum Wasser aus den Brunnen und Bächen der Gemarkung.
Nach dem letzten Weltkrieg stellten manche Erzhäuser aus Trauben, die an mikroklimatisch begünstigen Hauswänden wuchsen, einen nachgezuckerten schweren Dessertwein her. Manches Kopfweh hatte darin seine Ursache. Seit alters her wird aber als Haustrunk der „Hohenastheimer“ (Apfelwein) geschätzt, für den der Rohstoff seit 1925 im Kelterhaus in der Weiherstraße gekeltert wird.
 
09 Von Seen in der Gemarkung
Von einem besonderen landschaftlichen Charme der Erzhäuser Gemarkung zu reden wäre reine Hochstapelei. Oben sprachen wir über die vielen Berge. Mit den Seen ist es ähnlich. Allein 24 ausgegangene und aktuelle Flurnamen mit der Endsilbe –see weist das Flurnamenbuch des verstorbenen Pfarrers Dr. Wilhelm Jost auf. Nimmt man Worte für Wirklichkeit, dann wäre die Ackerflur von Seen durchzogen wie ein Schweizer Käse von Löchern. Nicht einmal andeutungsweise findet sich in alten Urkunden ein Hinweis auf einen See. Nachgewiesen ist lediglich ein alter Dorfweiher in der heutigen Weiherstraße.

Die Erzhäuser Flur liegt am westlichen Hang des Messeler Hügellandes und wird von drei Bächen durchzogen, die auch heute noch regelmäßig oder temporär Wasser führen. Dazwischen liegen lange Sandriegel. Früher gab es noch etliche andere kleine Gräben, die aber mit der Flurbereinigung 1952 verschwanden oder ganzjährig trocken fielen. Entlang dieser größeren und kleineren Gräben bildeten sich wegen des wesentlich höheren Grundwasserstandes landwirtschaftlich nicht nutzbare Feuchtbiotope, die mit der Endsilbe –see lokalisiert wurden. Die Feuchtbiotope verschwanden, aber die Flurnamen blieben. Im Bensensee wuchsen Binsen, das Heppensee hatte die Form einer Sichel (von Heppe=Sichel), das Rodensee weist auf eine Rodung hin und am Kohlensee sollen nach Jost eventuell Kohlenmeiler gestanden haben. Die Seestraße bekam ihren Namen, weil sie an das Rodensee angrenzt.

10 Sandböden im Wandel der Zeit und ihre Entstehung
Erzhausen war früher ein armes Kleinbauern- und Arbeiterdorf ohne größeren Waldbesitz und einer Gemarkung, die aus Wiesen und ertragsarmen Sandböden bestand. Sande sind feinkörnige Ablagerungen, die im Gegensatz zu Lehm wenig Wasser und Nährstoffe aber umso besser die Wärme speichern. Lehm ist eine Mischung aus Sand und dem feinkörnigen fruchtbaren Löß Auf solchen Böden konnte man keinen Reichtum erwirtschaften. Es waren Arme-Leute Böden. Deren Wertschätzung war dementsprechend gering. Das hat sich gewandelt. Sandböden sind für den Spargelanbau gesuchte Anbauflächen. Auf den Sandböden gedeihen besonders gut Kiefern, die wir in allen Waldungen rund um Erzhausen finden.
Sand findet sich in vielen Redewendungen. Es verwundert nicht, dass diese zumeist negativ besetzt sind. “Sand in die Augen streuen“, „auf Sand gebaut“ oder „im Sande verlaufen“ sind nur einige davon.
Die Sande der Erzhäuser Gemarkung sind von eiszeitlichen Winden eingetragene Ablagerungen. Der Ohlenberg war einstmals eine kleinere, der Heegberg eine etwas größere Düne. Der Rotböll bei Gräfenhausen und die Eberstädter Düne sind weitere größere Ablagerungen in der näheren Umgebung. Alte Flurnamen wie Sandacker und Sandhübel erinnern noch an kleinere Vorkommen. Die hiesigen Flugsande enthalten im Gegensatz zu Gewässerablagerungen noch Kalk. Das wussten bereits die Maurer und Verputzer früher zu schätzen. Damit konnte man in Verbindung mit Kälberhaaren Innenwände glatt verputzen. Sandgruben gab es auf dem Ohlenberg und am Heegberg. In den Feuchtwiesen hingegen grub man zum Mauern den „gewaschenen“ oder „scharfen“ Sand. Auf dem Ohlenberg, einstmals von Gestrüpp bedeckt, hat man früher verendete Tiere vergraben.
In Mitteleuropa war es in der letzten Eiszeit vor ca. 15 000 Jahren etwa 10 Grad kälter als heute. Es gab daher keinen Baumwuchs und auch nur eine lückenhafte Vegetationsdecke wie in der Tundra. Dort konnte die Kraft des Windes ungebremst wirken. Leichte, feinkörnige Bodenpartikel wie etwa Löß und Sand wurden erfasst und oft kilometerweit verfrachtet. Aus den Geröllfeldern der Rheinebene wurden die Sande aus- und etwa in der Erzhäuser Gemarkung wieder aufgeweht. Der feinkörnige und sehr fruchtbare Löß wurde weiter getragen und hat sich an den Hängen von Bergstraße und Taunus abgelagert. Mit dem Ende der Eiszeit vor c. 10 000 Jahren kam die Dünenbildung infolge der Bewaldung zum Erliegen.
11 Galgen am Galgenberg?
In der Nähe des Friedhofs liegt die Gewann am Galgenberg. Gab es dort tatsächlich jemals einen Galgen und wurden dort Urteile vollstreckt? Bereits 1500 wird in einer alten Urkunde der „galgenbergk“ erwähnt. 1756 heißt es „am galgen berk“. Die von dem Erzhäuser Gericht über Hals und Haupt gefällten Urteile wurden hier vollzogen. Ein solches Gericht gab es zwar formal, aber über vollzogene Urteile gibt es keine Belege. Den Beweis, dass einst hier ein Galgen gestanden hat, bringt ein Brief von Schultheiß Pohl an die Ulner von Dieburg 1700: „Paulus Pfohl sein Bruder Leonhard Pfohl ein Bürger und Wagener von Franckfurth wohnhaft sagt:
Caspar Wannemacher der Glöckner ein Mann von 97 Jahr habe diskursive vorgebracht, wie Ihme wohl wißent und eingedenkt seye, dass wann das Gericht gehalten worden, ein Herr von Euler dabey alß mit gerichtsherr gesessen seye, so dann zur selben Zeit ein Hochgericht oder galgen am alß genannten galgenberg gestanden war“. Dieser Galgen scheint am Anfang des 18. Jahrhunderts verschwunden zu sein. Einen weiteren Galgen gab es nahe bei der heutigen Bayerseich (siehe die Abbildung). Auch von dort sind keine vollstreckten Urteile bekannt. Wozu also die Galgen? In einer Zeit in der nur wenige lesen und schreiben konnten wurde vieles über Anschauung vermittelt. So vermutlich auch hier zur drastischen Abschreckung von Bösewichtern: „Seht, dort werdet ihr enden, wenn ihr Schlimmes tut“.

12 Der Apfelbach - ein Bach ohne Quelle
Am Rand der Hardt, einem Wald im Südwesten von Erzhausen nahe bei der Hessenwaldschule, fließt der Apfelbach. Unter den Bächen der näheren Umgebung ist er eine Besonderheit. Er hat nämlich keine Quelle sondern ist durch eine so genannte Bifurkation entstanden, d.h. die Aufspaltung eines Gewässers in zwei Folgeflüsse. Der Orinoko in Venezuela hat unter den Flüssen der Welt die berühmteste von Alexander von Humboldt erstmals beschriebene Bifurkation. Ähnliches geschieht mit dem von der Koberstadt kommenden Silzbach, der sich bei der Ottilienmühle, nahe der Hessenwaldschule in den Apfel- und Mühlbach teilt. Der Apfelbach fließt beschaulich durch Äcker und Wälder zum Heegbachsee, während der Mühlbach zwischen Wixhausen und Groß-Gerau mehr als 10 Getreidemühlen antrieb. Keine mahlt heute mehr. Die Ottilienmühle an der Straße nach Wixhausen/Gräfenhausen ist eine der ältesten davon. Die Hochwasser machten auch dieser Mühle zu schaffen. Daher gibt es einen Umflußgraben, in den Hochwasser zum Schutz des Mühlrades umgeleitet wurde. Bei der Mühle gibt es also eine Bachinsel. Mancher wird sich an die häufigen Überschwemmungen im Bereich der Aumühle zwischen Wixhausen und Arheilgen erinnern. Umfangreiche Bauwerke (sog. Gewerke) wurden angelegt, um die Mühlen mit Wasser zu versorgen und sie vor Hochwasser zu schützen. Zum Zweck der Hochwasserableitung wurde durch ein Gewerke und einen angelegten Verbindungsgraben einstmals, niemand weiß allerdings wann, Wasser vom Silzbach in einen anderen bereits bestehenden Flurgraben umgeleitet – der Apfelbach war entstanden. Das Gewerke, etwa 100 Meter westlich der Ottilienmühle gelegen, gibt es noch. Durch den stetigen Wasserdurchfluss und zusätzliche Auswaschungen bei Hochwasser hat sich der Apfelbach ein breites Bachbett geschaffen. Er mündet in den Heegbachsee bei Nauheim.

13 Der Apfelbach – hat nichts mit Äpfeln zu tun
Am Rand der Hardt, einem Wald im Südwesten von Erzhausen, nahe bei der Hessenwaldschule, fließt der Apfelbach. Wir haben darüber in der vorhergehenden Kolumne berichtet. Nun denkt man bei seinem Namen unwillkürlich an Äpfel als Namensgeber. Schließlich sind und waren Äpfel in der Region ein vielseitig nutzbares Obst. Auch der daraus gekelterte „Hohenastheimer“ (Apfelwein) war ein geschätztes und zudem preiswertes Getränk in den zahlreichen Erzhäuser Wirtschaften in früherer Zeit. Das Kelterhaus des Obst- und Gartenbauvereins in der Weiherstraße funktioniert bis heute. Nur säumen den gesamten Bachlauf keine lieblichen Apfelalleen oder Plantagen. Er fließt überwiegend weitab von Dörfern durch Mischwald. Auch einsame Wirtschaften oder Mühlen gab es in seiner Umgebung nie. Von Äpfeln und Apfelprodukten also weithin keine Spur. Woher aber kommt der Name? Wilhelm Jost gibt in seinem 1940 erschienen Flurnamenbuch einen Hinweis für den seit 1331 nachgewiesenen Namen. Es ist einer der ältesten Flurnamen. Dort wird von einem eppenbach berichtet. Im 16 Jahrhundert wandelt sich der Name zu eppelbach und 1797 heißt es bereits appelbach. Eppel heißen zwar heute noch mundartlich die Äpfel. Statt Apfelbach heißt er auch heute noch mundartlich Eppelbach.

Aus diesen Belegen ist ersichtlich, dass der Name mit einem l in der Mitte erst im 16. Jahrhundert das ursprüngliche Eppenbach ablöst. Eppe hat aber überhaupt nichts mit Äpfeln zu tun, sondern ist der mundartliche Name des Eppichs, worunter man volkstümlich offenbar eine den Botaniker verwirrende Vielfalt von Pflanzen verstand, zu denen etwa Efeu, Sellerie (apium graveolens) und andere gehören. Wilder Sellerie, eine Pflanze von intensivem bitter-aromatischem Geruch, könnte mithin früher häufig auf feuchten, schlammigen Flächen der Gemarkung vorgekommen sein.

14 Mühlen am Mühlbach
Bis zur Römerzeit wurde Brotgetreide mühsam auf Reibsteinen gemahlen. Mit den Römern kamen drehbare Handmühlen für den Hausgebrauch auf. Schon damals wusste man für den Antrieb nicht nur von Mühlrädern die Wasserkraft zu nutzen. An Heegbach und Mühlbach sind Mühlen seit dem späten Mittelalter (seit etwa 1200 belegt).Das waren damals einfache Holzbauten mit einem außen angesetzten und ins Wasser ragenden Mühlrad. Am gesamten Heegbach gab es nur zwei Mühlen oberhalb der Bayerseich, beim Mühleck liegt noch ein Mühlstein im Wald. Am Mühlbach, der an der Ottilienmühle und am Sensfelder Hof vorbeifließt, gab es zwischen Wixhausen und Groß-Gerau mehr als 10 Mühlen. Das Mahlen war ein einträgliches Geschäft, da die Bauern früher verpflichtet waren, ihr Mehl beim Müller mahlen zu lassen. Das Besondere an der Ottilienmühle sind das noch vollständig erhaltene Mahlwerk, auf dem Anwesen liegende Mühlsteine, der Bau aus einstmals teurem Langener Sandstein und der Umlaufbach zur Hochwasserabwehr.
Von der Mühle des Sensfelder Hofs steht nur noch das Mühlengebäude. Der Betrieb wurde 1957 eingestellt. Sie bestand nachweislich mehr als 8oo Jahre.

15 Hügelgräber bei der Autobahn
Westlich der Autobahn am Anfang der Hügel- und Langen Schneise gibt es eine Anzahl heute noch gut erkennbarer, aber selten wahrgenommener Hügelgräber aus der Bronzezeit (1600-1200 v. Chr.) im Wald. Andere sind kaum noch auszumachen. Und doch verbergen sich unter den niedrigen Hügeln erstaunliche Leistungen von Menschen, die vor etwa 3000 Jahren hier lebten. Hünengräber nannte man sie früher im Volksmund, weil diese nur das Werk von Hünen, großen Menschen also, sein konnten. War es etwa heilige Arbeit, welche die Vorfahren zu dieser Plackerei antrieb? Wir wissen es nicht, stehen aber staunend vor der Leistung damals.
Es kann angenommen werden, dass die bronzezeitlichen Erbauer für ihre Totenstätten vorhandene Flugsanddünen nutzten und deren Gipfel zusätzlich überhöhten. Auf das sandige Umfeld weisen die Kiefernbestände des Waldes hin. Die Verstorbenen bettete man auf körperlange Bretter, um die sargähnliche Gehäuse errichtet wurden. Dann häufte man vermutlich mit Hilfe von Holzschaufeln und Körben einen erkennbaren Hügel darüber. Ältere Erzhäuser wussten zu berichten, dass sie dem großherzoglichen Hofrat Kofler um 1900 als Jugendliche bei Ausgrabungen helfen durften.

16 In den Argonnen
In der Gewann „In den Argonnen“ (nahe bei Heegbach und Bahnlinie) hat der Obst- und Gartenbauverein eine Streuobstwiese angelegt. Woher kommt der Flurname? Die Argonnen sind nämlich ein Gebirge in Nordfrankreich zwischen Maas und Aisne (sehen Sie im Atlas nach).
Der Name ist in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg entstanden. Ein in den „Viermorgen“ befindlicher Wald wurde ohne behördliche Erlaubnis in einer Zeit großen Brennholzmangels (angeblich nicht nur) von Erzhäusern einfach abgeholzt. Dabei blieben hohe Stümpfe stehen. Der abgeholzte Wald bot einen trostlosen Anblick, wie ihn Kriegsteilnehmer erlebt hatten, die im Ersten Weltkrieg in den Argonnen gekämpft hatten. Sie haben den Namen geprägt, dessen Erklärung nur noch wenigen bekannt ist.

17 Rätsel um den Ohlenberg
Der Ohlenberg war bis zu seiner Bebauung eine Erhebung, die ihre Entstehung einer eiszeitlichen Sanddüne verdankt. Es war ein von lichtem Kiefernwald und Trockenlandpflanzen bestandenes Areal in der Gemarkung. Hier holten die Erzhäuser mit Fuhrwerken den „Schmiersand“ für den Innenputz der Häuser. Dieser von Winden zusammengewehte Dünensand war nämlich kalkhaltiger als der „scharfe“, ausgewaschene Mauersand aus den Flussablagerungen des Urrheins, der wie Lehm gegraben wurde. Am Ohlenberg befand sich früher der Schindanger, auch die Schindkaut genannt. Dort wurden verendete Tiere vergraben. Schind kommt vom Althochdeutschen schinden, d.h. enthäuten. Nach dem letzten Weltkrieg siedelte sich hier weitab vom Dorf eine Feuerwerkskörperfabrik an. Im Dorfmund hieß sie die Pulverfabrik. Eine Explosion auf dem Gelände war das Aus für eine der ersten Industrieansiedlungsversuche in der Gemeinde.
Über die Herkunft des Namens Ohlenberg sind sich auch Fachleute nicht einig. In Gräfenhausen gibt es den Ohlebach und in Rüsselsheim den Ehlenberg. Aber an Öl-berg, wie der verstorbene Erzhäuser Flurnamenforscher die Herkunft vor 60 Jahren zu erklären suchte, ist wohl nicht zu denken, denn an keinem der genannten Orte dürften Ölsaaten ordentlich gedeihen. Vielmehr könnte man an „ahl“-alt denken, wie man Nutzloses auch apostrophiert. „Ahl Gelersch“ ist Manchem ein Begriff. Und der Wert des Geländes war ja auch ahl. In einem volkskundlichen Wörterbuch steht Ohl für schmale Geländestreifen von minderer Bodenqualität und Vertiefungen – was ja sowohl für Sandgruben wie auch für tief gelegene Bachraine zutreffen würde. Aber da niemand derzeit eine befriedigende Worterklärung geben kann, ist das nur eine weitere Spekulation zu einem lokalen Rätsel.

„Mit etwas Schindluder treiben“ bedeutet Toleranz und Nachsicht vermissen lassen. Schindluder ist eine alte Bezeichnung für alte und kranke Haustiere, die zur letzten Verwertung zum Schinder oder Abdecker gebracht wurden, der den Kadavern das Fell abzog, die Reste eventuell zur Seifenherstellung nutzte oder einfach vergrub. Schinden bedeutet auch das Fell abziehen. In Dörfern gab es zum Vergraben von verendetem Vieh oder von Schlachtresten eine Schindkaute oder einen Schindanger. So auch in Erzhausen. 1820 wird in einer alten Urkunde ein Schindanger erwähnt. In der Flurkarte von 1852/53 ist eine Schindkaute eingezeichnet. Wie die Schindkauten anderer Dörfer lag auch die Erzhäuser Schindkaute abseits des Dorfes auf wenig ertragreichem Boden. Das war der Sandhügel des heutigen Ohlenbergs. Später wurden dort allerdings nie Knochenreste von Tieren gefunden. In Deutschland sind solche Schindkauten seit dem Ende des 19.Jahrhunderts verboten.

Schindanger waren früher auch Orte, wo Menschen verscharrt wurden, denen nach christlicher Vorstellung kein ordentliches Begräbnis zustand, etwa Mörder und Prostituierte. In Erzhausen gibt es zwar noch eine Flur „Galgenberg“, aber ein Galgen oder gar ein Schindanger nahebei sind (bislang) urkundlich nicht nachgewiesen. Auf einer alten Karte aus dem 16. Jahrhundert ist bei der Bayerseich zwar ein Galgen eingezeichnet, aber von einem Schindanger ist auch dort nichts bekannt.
 

Entsprechend den Kapitel-Nummern in der obigen Broschüre sind in der folgenden Karte von
Erzhausen die sehenswerten und interessanten Punkte in der Erzhäuser Gemarkung markiert:


Die Schulkinder der vierten Klassen waren alle begeistert von der Wanderung, trotz der recht hohen Temperaturen und auch trotz der recht langen Wegstrecken, die zurückgelegt werden mußten. Es zeigte sich auch, dass die angebotenen Informationen über die Umgebung von Erzhausen das große Interesse der Kinder fanden. Und es zeigte sich auch, dass viele Kinder von der Erzhäuser Umgebung so manches noch nicht wußten . . . die Wanderung hat sich deshalb gelohnt!

Als Beispiel für diese Wanderungen einige Informationen zu der Wanderung der Klasse 4A mit der Klassenlehrerin Frau Guntersdorf. Vom Ortskundlichen Arbeitskreis war Brigitte Weber dabei, die die Klasse über die Wegstrecke führte und viele Erläuterungen zu den interessanten Dingen am Wegesrand gab.

Hier zunächst die Wegstrecke, die von der Klasse 4A zurückgelegt wurde:


Die Wanderung begann um 8:30 Uhr an der Lessingschule. Zunächst führte die Strecke zum Erzhäuser Friedhof, wo schon für die Kinder die ersten interessanten Informationen erzählt wurden. Dr Weg führte weiter zur Hardt, vorbei an der Höllwiese und über den Hahnwiesenbach. Nach insgesamt etwa 1 1/2 Stunden erreichte man das Schützenhaus, das Vereinsheim des Schützenvereins Waidmannsheil Erzhausen. Bei der an diesem Tage herrschenden großen Hitze bot sich das Gelände des Schützenvereins für eine ausgiebige Rast an. Die Kinder packten ihr mitgebrachtes Frühstück aus, für den Durst gab es von Herrn Weber (Ortskundlicher Arbeitskreis) kühle Getränke.

Einmal beim Schützenverein  -  da bot es sich an, den Kindern das Vereinsgelände dieses etwas abseits liegenden Vereins näher zu zeigen. Schnell zeigte sich, dass die Kinder mit Begeisterung und unter fachkundiger Anleitung von Frau Cornelia Dohm, Herrn Karlheinz Ott (beide beim Bogenschießen) und  Herrn Winfried Rack (Lichtschießen) dabei waren  -  die Jungen genau so wie die Mädchen!


Erste Rast mit Frühstück und kühlen Getränken:

Herr Winfried Rack zeigt den Kindern, wie man mit dem "Lichtgewehr" auf die Zielscheibe zielt:

Ebenso viel Begeisterung entwickelten die Kinder, als sie unter der Anleitung von Frau Cornelia Dohm und Herrn Karlheinz Ott in die Kunst des Bogenschießens eingeführt wurden:

Aber irgendwann mußte Schluß sein, es sollte ja noch eine weite Strecke gewandert
werden. Die Kinder stellten sich noch rasch zu einer Gruppenaufnahme in Position.

Nach der dann doch etwas längeren Rast beim Schützenverein ging die
Wanderung durch die sommerlichen Felder in Richtung Heegbach und Heegberg.

Eindrücke unterwegs:


Auf der Wanderung kam man auch am Gelände des Obst- und Gartenbau-Vereins vorbei.

Vorbei am Gelände des OGV kam man bald wieder in den Wald. Durch verschlungene, richtig abenteuerliche Pfade gelangte man zum Hegberg und darüberhin zum Hegbach. Dort gab es nicht nur eine angenehme Erfrischung  -  so manches wasserbauliche Projekt wurde mit Begeisterung begonnen. Viel zu schnell verging die Zeit!


Der Aufenthalt am Heegbach war gewiß das "Highlight" der Wanderung! Aber bald mahnte Frau Guntersdorf zum Aufbruch, schließlich sollte man spätestens um 13 Uhr wieder in der Lessingschule sein. Der Weg zurück war nun zwar nicht kurz, aber doch einfach, auch die Kinder wußten sofort, "wo es lang geht".

Der alte Baum "Im Brühl".

Im Kirchweg.

. . .  und schließlich der schmale "Schulweg" in der Wixhäuser Straße  -  jetzt ist die Lessingschule nicht mehr fern!

 

Es war eine sehr schöne Wanderung  -  für alle, und nicht nur die Kinder haben (hoffentlich) etwas dabei gelernt. Das Wetter war hochsommerlich und fast ein wenig zu heiß, aber dadurch wurde natürlich der Aufenthalt am Heegbach ganz besonders attraktiv. Wir haben die Klasse 4a auf dieser Wanderung begleitet, der gute  Zusammenhalt unter den Kindern war immer wieder zu spüren. Bei solchen Kindern muß uns um unsere Zukunft nicht bange sein!
 

 

Weitere Bilder:
Wie schon weiter oben erwähnt, waren alle Klassen der Lessingschule auf einer Wanderung rund um Erzhausen unterwegs. Neben den Bildern oben gab es so weitere Fotos, die in Ergänzung zu dem obigen Bericht im Folgenden gezeigt werden:
 

Fotos von Anne Katzenmayer (Klasse 1B):

 

Fotos von Frau Depenbrock (Klasse 1B):