Chorgemeinschaft Germania Eintracht
100 Jahre Frauenchor
Samstag, 29. August 2026

 

Ein besonderes Jubiläum wurde in diesen Tagen in Erzhausen gefeiert:
Der Frauenchor der Chorgemeinschaft Germania-Eintracht besteht seit 100 Jahren:
 


Die 1. Vorsitzende der Chorgemeinschaft, Barbara Schwinn, sagte in ihrer Begrüßungsrede:

„Die Geschichte beginnt im Jahr 1926, als sich hier in Erzhausen sangesfreudige Frauen zusammenschlossen, und einen eigenständigen Frauenchor gründeten. Bereits zur ersten Gesangsstunde am 12. Dezember 1926 waren 50 Sängerinnen dabei. Der Frauenchor begann als selbstständiger Verein, mit Elisabeth Preusch als erster Vorsitzenden. Das war in einer Zeit, in der Frauen zwar seit 1918/19 wählen und gewählt werden durften, im Alltag und im Familienrecht aber noch weit von Gleichberechtigung entfernt waren.

Ein eigener Frauenchor war deshalb weit mehr als ein schönes Hobby: Er war ein Raum für Musik, Gemeinschaft und öffentliche Sichtbarkeit. Diese Frauen erhoben ihre Stimmen – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Genau darin liegt bis heute die besondere Bedeutung unseres Frauenchors.“ Mit diesem Frauenchor wurde ein wichtiger Grundstein für die heutige Chorgemeinschaft gelegt.“
Gemeinsames Einsingen:
Das Jubiläumskonzert sollte um 15 Uhr beginnen, bereits ab 13 Uhr waren
die Sängerinnen und Sänger gekommen, um sich auf der Bühne zusammen
mit Petra Lange und Wolfgang Demmel einzusingen:
 

 
Ab 14 Uhr war Einlass, schnell füllte sich der große Saal des Sportheims:
 

Auch die Tontechnik ist bereit:

 
Pünktlich um 15 Uhr begann dann das Konzert:

Der Frauenchor hat in den vergangenen hundert Jahren nicht nur zahlreiche Generationen von Sängerinnen zusammengeführt, sondern auch das kulturelle Leben in Erzhausen wesentlich mitgeprägt. Gemeinsames Singen bedeutete dabei immer mehr als das Einstudieren von Liedern. Der Chor war und ist ein Ort der Gemeinschaft, der Freundschaft und des gemeinsamen Erlebens. Viele Sängerinnen haben über Jahrzehnte hinweg ihre Freizeit dem Chorgesang gewidmet und damit eine Tradition weitergeführt, die bis heute lebendig geblieben ist.

Im vergangenen Jahr konnte man bereits das 150jährige Bestehen der Germania Eintracht mit einem Konzert im großen Saal des Sportheims feiern.

Nun stand der Frauenchor selbst im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Kultur, Wein und starke Stimmen“ wurde am 29. August 2026 im Sportheim Erzhausen das 100-jährige Bestehen gefeiert.

Der Nachmittag und Abend brachten ein abwechslungsreiches musikalisches Programm mit Chormusik und solistischen Beiträgen. Auch befreundete Chöre und Musiker wirkten mit. Als besonderer musikalischer Gast bereicherte wieder

wie bei der Feier im vergangenen Jahr die  Mezzosopranistin Stefanie Golisch aus Bremen das sehr abwechslungsreiche und vielseitige musikalische Programm. Die musikalische Leitung lag in den bewährten Händen von Chorleiter Wolfgang Demmel.

Das Konzert wurde zu einem eindrucksvollen musikalischen Höhepunkt und bot eine große Bandbreite anspruchsvoller Chormusik. Unterstützung erhielt die Chorgemeinschaft Germania-Eintracht Erzhausen von den „Massilia Voices“ der Chorgemeinschaft Treue 1907 e. V. Messel und vom Männerchor Liederkranz 1871 Wixhausen.

Die befreundeten Chöre begeisterten sowohl mit eigenen Darbietungen als auch bei den gemeinsamen Auftritten mit den Sängerinnen und Sängern der Germania-Eintracht. Besonders diese gemeinsamen Chorsätze entfalteten eine beeindruckende klangliche Fülle und machten die verbindende Kraft des gemeinsamen Singens unmittelbar erlebbar. Der Wechsel zwischen unterschiedlichen Chorbesetzungen und musikalischen Stilrichtungen sorgte dabei für ein abwechslungsreiches und klanglich facettenreiches Konzerterlebnis.

Um genau 15 Uhr öffnete sich der Vorhang auf der Bühne, der Gemischte Chor der Germania stand bereit, das Konzert zu beginnen. Zunächst jedoch begrüßte Barbara Schwinn, die erste Vorsitzende der Germania Eintracht, die Gäste:
 

Eine besondere Begrüßung galt den Ehrengästen, hier die Hessische Ministerin Heike Hofmann:

Heike Hofmann überreichte einen "Umschlag" mit einer Spende von 1000€:

Auch der Erste Kreisbeigeordnete Lutz Köhler begrüßte die Gäste und gratulierte zum Jubiläum:

Natürlich fehlte auch unsere Bürgermeisterin Claudia Lange nicht.
Auch sie überreichte einen Umschlag:

Ein weiterer Ehrengast war Gabi Dengler, Erste Vorsitzende des Sängerkreis Darmstadt-Land, sie hielt eine engagierte Rede und gratulierte zum Jubiläum. Darüber hinaus sang sie später zusammen mit den Massilia-Voices der Chorgemeinschaft Treue 1907 Messelaus Messel:

 
Der erste Programmteil begann mit dem Gemischten Chor der Germania Eintracht:

Das Konzert wurde zu einem eindrucksvollen musikalischen Höhepunkt und bot eine große Bandbreite anspruchsvoller Chormusik. Unterstützung erhielt die Chorgemeinschaft Germania-Eintracht Erzhausen von den „Massilia Voices“ der Chorgemeinschaft Treue 1907 e. V. Messel und vom Männerchor Liederkranz 1871 Wixhausen. Die befreundeten Chöre begeisterten sowohl mit eigenen Darbietungen als auch bei den gemeinsamen Auftritten mit den Sängerinnen und Sängern der Germania-Eintracht. Besonders diese gemeinsamen Chorsätze entfalteten eine beeindruckende klangliche Fülle und machten die verbindende Kraft des gemeinsamen Singens unmittelbar erlebbar. Der Wechsel zwischen unterschiedlichen Chorbesetzungen und musikalischen Stilrichtungen sorgte dabei für ein abwechslungsreiches und klanglich facettenreiches Konzerterlebnis.

Schon beim Jubiläumskonzert „150 Jahre Germania-Eintracht“ im vergangenen Jahr hatte Stefanie Golisch mit ihren ausdrucksstarken Darbietungen besondere musikalische Akzente

gesetzt und damit das Publikum begeistert. Stefanie Golisch passt thematisch aber auch sehr gut zu einem 100-jährigen Frauenchor, weil sie sich in ihrer künstlerischen Arbeit intensiv mit Frauen, ihrer Geschichte und ihrem gesellschaftlichen Stellenwert auseinandersetzt. Ihr Programm „Der lange Weg der Emanzipation“ ist dafür ein besonders treffendes Beispiel. Und so wurden ihre verschiedenen Auftritte auch diesmal wieder zu absoluten Höhepunkten des Konzertabends.

Gleich zu Beginn des Konzertnachmittags setzte Stefanie Golisch einen besonderen Akzent. Als der Gemischte Chor der Germania-Eintracht mit „Das gibt’s nur einmal“, „Irgendwo auf der Welt“, „Dein ist mein ganzes Herz“ und „Ich war noch niemals in New York“ den musikalischen Reigen eröffnete, betrat sie spontan die Bühne. Gemeinsam mit dem Chor sang sie „Irgendwo auf der Welt“ und sorgte mit ihrer ausdrucksstarken Stimme und ihrer spontanen Bühnenpräsenz sofort für Begeisterung. Das Publikum dankte ihr mit lang anhaltendem, stürmischem Beifall.


Klaus Grimm begrüßte die Gäste und gab Informationen
zum ersten großen Auftritt des Gemischten Chores:

Beginnen wird unser gemischter Chor der Chorgemeinschaft Germania – Eintracht mit der Musik aus einem Filmklassiker aus der Weimarer Zeit „Der Kongress tanzt“ mit der unvergesslichen Melodie von Werner Richard Heymann „Das gibt’s nur einmal, das kommt nicht wieder“.

Danach geht es weiter mit dem ebenfalls von Werner Richard Heymann für den 1932 gedrehten Film „Ein blonder Traum“ komponierten Schlager „Irgendwo auf der Welt gibt’s einkleines bisschen Glück“ der später durch die Comedian Harmonists international populär gemacht wurde. Und ich freue mich ganz besonders, dass ich dazu als Solistin wieder Stefanie Golisch begrüßen darf, die uns bei unserem Jubiläumskonzert im letzten Jahr mit ihrer tollen Stimme,  ihrem mitreißenden Temperament und ihrer freundlichen, menschlichen Ausstrahlung große Freude bereitet hat. Barbara Schwinn wird sie Ihnen im weiteren Verlauf des Nachmittags noch einmal näher vorstellen.

Als nächstes Lied in unserem Programm singen Ihnen die Sängerinnen und Sänger den Hit von Heinz Rudolf Kunze „Dein ist mein ganzes Herz“, der von Heiner Lürig komponiert und zu dem ein Chorsatz für gemischten Chor von  Pasquale Thibaut und Peter Schnur geschrieben wurde.

Und den Abschluss des ersten Konzertteils bildet danach der von Udo Jürgens geschriebene und von ihm so toll interpretierte Erfolgshit „Ich war noch niemals in New York“ in einer Bearbeitung für gemischten Chor und Klavier von Pasquale Thibaut.

Freuen Sie sich nun auf den gemischten Chor und unsere Solistin Stefanie Golisch und begrüßen Sie ganz herzlich mit mir unseren Dirigenten Wolfgang Demmel, in dessen Händen die musikalische Gesamtleitung unseres Konzertes liegt - und ich wünsche Ihnen nun viel Vergnügen und eine gute Unterhaltung.

 
Im zweiten Programmpunkt sang Stefanie Golisch

Bella Ciao
La Traviata - Trinklied
Heut hab ich ein Schwipserl

Auch bei ihrem solistischen Auftritten mit „Bella Ciao Ciao“, dem Trinklied aus „La Traviata“ und dem beschwingten Wiener Stimmungslied „Heute hab’ ich ein Schwipserl“ sorgte Stefanie Golisch anschließend für mächtig gute Laune im Saal.
 

 

Dritter Programmpunkt:
Die Massilia Voices der Chorgemeinschaft Treue 1907 Messel
 

Die Sänger*Innen „Massilia Voices“ der Chorgemeinschaft Treue 1907 e.V. Messel sangen unter der Leitung von Wolfgang Demmel drei Lieder: „Viva la Vida“, „Über sieben Brücken musst du gehen“ und „An Tagen wie diesen“. Sie wurden damit zu einer ganz besonderen musikalischen Bereicherung des Jubiläumskonzerts. Der Chor der Chorgemeinschaft Treue 1907 e. V. steht für eine moderne und ausgesprochen vielseitige Form des Chorgesangs. Mit ihrer rhythmischen Präzision, ihrer klanglichen Homogenität und ihrer sichtbaren Freude am gemeinsamen Singen brachten die Sängerinnen und Sänger eine ganz eigene Farbe in das Konzert. Das Publikum dankte es ihnen mit lang anhaltendem Beifall.
 

 
Vierter Programmpunkt:

Der Männerchor der Chorgemeinschaft Germania Eintracht
und der
Männerchor Liederkranz 1871 Wixhausen
 

Bernd Arzberger mit dem Akkordeon

 

Ein besonderer musikalischer Höhepunkt war anschließend der gemeinsame Auftritt der Männerchöre des Liederkranz 1871 Wixhausen und der Germania-Eintracht Erzhausen. Die geballte stimmliche Kraft beider Chöre ließ die Freunde des Männerchorgesangs voll auf ihre Kosten kommen. Mit „El Andaluz“, „Ein Freund, ein guter Freund“ und „Santiano“ hatten sie dafür genau die passenden Titel ausgewählt. Der sonore Klang der Männerstimmen, die kraftvolle Interpretation und die sichtbare Freude am gemeinsamen Singen machten diesen Auftritt zu einem besonderen Erlebnis. Das Publikum dankte den Sängern mit lang anhaltendem und begeistertem Applaus.
 

 
Fünfter Programmpunkt:

Der große Auftritt des Jubiläums-Frauenchores

Für den großen Auftritt des Jubiläumschores hatte sich Chorleiter und Dirigent Wolfgang Demmel etwas ganz Besonderes einfallen lassen. In zahlreichen Proben hatte er gemeinsam mit den Sängerinnen mit großem Engagement und viel musikalischem Feingefühl ein abwechslungsreiches Programm erarbeitet, das einen weiten Bogen von Country Music über bekannte Filmmelodien und deutsche Schlager bis hin zur Operette spannte.

Den Auftakt machte der schwungvolle Country-Song „No No Never“ der deutschen Formation Texas Lightning. Mit diesem Titel vertrat die Gruppe Deutschland beim Eurovision Song Contest 2006 in Athen und erreichte dort den 15. Platz. Der eingängige Song über die unerschütterliche Liebe zu einem Menschen erwies sich auch für den Frauenchor als stimmungsvoller Einstieg in sein vielseitiges Programm.

Anschließend ging die musikalische Reise zurück in die 1950er-Jahre. Mit „Que Sera, Sera (Whatever Will Be, Will Be)“, dem weltberühmten Song aus Alfred Hitchcocks Film „Der Mann, der zu viel wusste“, griff der Chor einen echten Klassiker der Filmmusik auf. In der Interpretation von Doris Day wurde das Lied 1956 zum Welterfolg und erhielt 1957 den Oscar als bester Filmsong.

Danach wurde es ausgesprochen heiter: Ein Potpourri bekannter deutscher Schlager lud zum Mitsingen, Mitschunkeln und Erinnern ein. Viele der Melodien waren dem Publikum bestens vertraut und sorgten für zahlreiche strahlende Gesichter im Saal. Natürlich durfte dabei auch der unvergessene Schlager „Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann“ nicht fehlen – der große Erfolg von Trude Herr aus dem Jahr 1960.

Gerade bei diesem augenzwinkernden Titel zeigte der Frauenchor seine ganze musikalische Spielfreude. Mit sichtbarem Temperament, viel Charme und hörbarer Freude am gemeinsamen Singen interpretierten die Sängerinnen den Schlager mit einem gehörigen Schuss Selbstironie. Das Publikum war begeistert und quittierte den Auftritt mit kräftigem Applaus.

Zum Abschluss dieses Programmteils schlugen die Sängerinnen noch einmal einen ganz anderen musikalischen Ton an. Mit dem „Grisetten-Lied“ aus Franz Lehárs Operette „Die lustige Witwe“ bewiesen sie, dass auch die klassische Operettenmusik bestens in das abwechslungsreiche Repertoire des Jubiläumschores passte. Damit endete eine musikalische Reise, die eindrucksvoll zeigte, wie vielseitig und wandlungsfähig der Frauenchor der Germania-Eintracht sein kann.

 
 
Sechster Programmpunkt:

Stefanie Golisch und die Chorgemeinschaft

 

Im weiteren Verlauf des Nachmittags begeisterte Stefanie Golisch das Publikum erneut, diesmal mit „Schenkt man sich Rosen in Tirol“, dem berühmten „Champagner-Lied“ und einem schwungvollen Walzerpotpourri. Damit sang sie sich endgültig in die Herzen der Zuhörer:

GESCHAFFT!

Blumen für die Akteure:

Dirigent und Chorleiter Wolfgang Demmel bedankte sich am Ende des Konzertes sehr herzlich bei allen Sängerinnen und Sängern für ihre monatelange, mühevolle Arbeit des Einstudierens und bei allen Helfern und Helferinnen für ihre Unterstützung:

 
Überraschender Programmpunkt:

Das Blasorchester Erzhausen - Egelsbach

 

Mit dem offiziellen Ende des Konzertes war der Nachmittag allerdings noch lange nicht vorbei. Zur Überraschung des Publikums marschierte plötzlich das Blasorchester Egelsbach-Erzhausen in den Saal ein, nahm vor der Bühne Aufstellung und setzte mit schwungvollen Melodien gleich noch einen drauf.

Inzwischen hatten sich auch die anderen Mitwirkenden der Jubiläumsfeier wieder auf der Bühne eingefunden. Gemeinsam mit dem Blasorchester und dem Publikum wurden die bestens bekannten Stücke „Böhmischer Traum“ und „Auf der Vogelwiese“ angestimmt.

Als krönende Zugabe folgte schließlich „Kommt Freunde, lasst uns fröhlich sein“ – ein Titel, der zu diesem Abend wohl kaum besser hätte passen können.
 

 
Feiern bis in die späte Nacht 

Anschließend zog das Blasorchester wieder ins Freie, wo die Musikerinnen und Musiker zur Freude der Gäste noch lange weiterspielten. Auch Petrus hatte offensichtlich Gefallen an der Jubiläumsfeier gefunden und bescherte den Gästen bestes Wetter.

Zwischen Sportheim und Großsporthalle war inzwischen für das leibliche Wohl bestens gesorgt: Wein- und Bierstand luden zum Anstoßen ein, und bei Sedat konnte man sich mit allerlei Leckerem stärken. Damit waren alle Voraussetzungen für einen gemütlichen Ausklang geschaffen.

Und diese Gelegenheit ließen sich die Sängerinnen und Sänger ebenso wenig entgehen wie das bestens gelaunte Publikum. Es wurde geredet, gelacht, gesungen, angestoßen und natürlich auch das eine oder andere Glas geleert. Die Stimmung war so gut, dass offenbar niemand so recht daran dachte, den Abend beenden zu müssen.

Man erzählt sich jedenfalls, dass die Letzten erst lange nach Mitternacht den Heimweg antraten. Nach 100 Jahren Frauenchor durfte man schließlich auch einmal etwas länger feiern!

 
Kommt Freunde lasst uns fröhlich feiern,

solange noch die Welt besteht.

Wer weiß, ob uns´re Mutter Erde

nicht irgendwann zerplatzt und sich dann nicht mehr dreht.

Sucht euch ein Lippenpaar zum Küssen

und genießt den Tag, die Nacht.

Stunden werden zu Minuten,

wenn man die Nacht zum Tage macht!

 
Matinee am Sonntagmorgen, 20. August 2026

Doch mit dem großen Jubiläumskonzert am Samstag war das Festwochenende noch nicht zu Ende. Am Sonntagmorgen folgte in der evangelischen Kirche eine besondere musikalische Matinee. Um 10.30 Uhr gestaltete Stefanie Golisch, die bereits am Vorabend mit ihren Auftritten das Publikum begeistert hatte, eine

musikalisch-literarische Andacht über Dietrich Bonhoeffer. Unter dem Titel „Von guten Mächten“ verband sie Gesang, Klaviermusik und Texte von Uwe Hoppe zu einer eindrucksvollen Stunde, die dem Jubiläumswochenende noch einmal eine ganz andere, besinnliche Note verlieh.
 

 

Dietrich Bonhoeffer (1944)
Melodie: Otto Abel, Siegfried Fietz, Gerhard Fleischer ua.

 
1. Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Refrain:
Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

2. Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.

3. Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.